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2026-02-21 | Nachricht

Iftar des DITIB Bundesverbands bringt Menschen aus allen Gesellschaftsbereichen zusammen

Der DITIB Bundesverband brachte zu einem gemeinsamen Ramadan-Iftar Vertreterinnen und Vertreter von Religionsgemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kunst, Politik und Wissenschaft zusammen.

Das Iftar-Programm, das im Konferenzsaal der DITIB-Zentrale in Köln unter der Moderation von Mustafa Furkan Yücel stattfand, wurde von den Generalkonsuln der Republik Türkiye in Düsseldorf, Münster und Köln, Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche, Mitgliedern des Kölner Stadtrates, Politikerinnen und Politikern, Vorsitzenden und Führungskräften muslimischer Organisationen und zivilgesellschaftlicher Einrichtungen, Mitgliedern des DITIB-Vorstands, Vorsitzenden der religiösen Beiräte und Landesverbände sowie zahlreichen Gästen besucht.

Das Programm begann mit einer Koranrezitation von Dr. Adem Kemaneci, Religionsbeauftragter der DITIB-Zentralmoschee Köln. In seiner Eröffnungsrede betonte der DITIB-Bundesvorsitzende Ramazan Ilıkkan, dass es zu einer schönen Tradition geworden sei, bei Ramadan-Iftar-Tischen zusammenzukommen, sich kennenzulernen, Solidarität und Empathie zu stärken und miteinander zu teilen. Er dankte allen Gästen im Namen der DITIB für ihre Teilnahme und äußerte seine Freude darüber, in diesem Jahr unter dem Motto „Ramadan, Moschee und Leben“ gemeinsam zusammenzukommen.

Ilıkkan führte aus:
„Der Ramadan ist ein besonderer Monat, in dem Solidarität und Empathie lebendig werden und gegenseitige Liebe sowie Geschwisterlichkeit gestärkt werden. In diesem Monat gehen Moscheen über ihre Funktion als reine Gebetsstätten hinaus und werden zu Orten, an denen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Teilen und der Geist des Ramadan konkret erfahrbar werden. In diesen gesegneten Räumen öffnen sich nicht nur Herzen, sondern auch Türen. Wir reichen älteren Menschen, Bedürftigen, Kranken sowie allen einsamen und ausgegrenzten Mitmenschen eine helfende Hand.“

Er unterstrich zudem, dass das gemeinsame Sitzen an einem Tisch symbolisch für individuelle Verantwortung, gesellschaftliche Sensibilität, Zugehörigkeit und Zusammenhalt stehe:
„Dass wir heute gemeinsam an einem Tisch sitzen – unabhängig von Kultur, Sprache, ethnischer Herkunft oder sogar Religion – zeigt, dass wir als unverzichtbare Teile dieser Gesellschaft zusammengehören.“

„Die Kölner Zentralmoschee ist zu einem Symbol für Heimat, Hoffnung und Vertrauen geworden“

Ilıkkan betonte, dass das Religionsverständnis der DITIB mit ihrer über 40-jährigen Geschichte für einen authentischen, ausgewogenen und von Politisierung sowie Radikalisierung freien Islam stehe. Muslime in Deutschland verfügten – insbesondere dank DITIB – über eine maßvolle und friedliche Tradition.

Weiter sagte er:
„Die Kölner Zentralmoschee ist inzwischen zu einem Symbol für Heimat, Hoffnung und Vertrauen geworden. Sie ist heute ein religiöses Zentrum Kölns und zugleich ein architektonisches Juwel. Seit ihrer Eröffnung vor rund zehn Jahren haben wir im Rahmen von Führungen etwa 6.000 Gruppen mit rund 200.000 Besucherinnen und Besuchern empfangen. Die Zahl derjenigen, die zu Gebetszwecken kommen, liegt um ein Vielfaches höher. Diese Zahlen spiegeln aufrichtiges Interesse, Vertrauen und Begegnung wider. Wie Sie sehen, haben wir auf unserem gemeinsamen Weg bereits eine große Strecke zurückgelegt.“

Abschließend erklärte Ilıkkan:
„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren deutschen Freunden eine Zukunft voller Frieden und Geschwisterlichkeit im Geist von Vernunft, Wissenschaft und Rechtsstaatlichkeit zu gestalten. Der Weg dorthin führt über eine gute Bildung unserer Jugend. Unser soziales Kapital – insbesondere unsere jungen Menschen – verdient besondere Aufmerksamkeit.“

Generalkonsul Kantem Al: „Ramadan ist auch ein Monat der Begegnung und des Miteinanders“

Der Generalkonsul der Republik Türkiye in Köln, Hüseyin Kantem Al, betonte in seiner Rede:
„Ramadan ist nicht nur ein Monat, in dem Muslime fasten. Ramadan ist zugleich ein Monat der Begegnung, des Kennenlernens und des Zusammenwachsens. Es ist ein Monat des inneren Friedens, in dem wir unsere Herzen reinigen, Bedürftige stärker in den Blick nehmen und unsere Zusammenarbeit sowie unseren Zusammenhalt festigen.“

Er hob hervor, dass DITIB heute ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland sei und als Ansprechpartner für staatliche Institutionen, Politik, Kirchen und zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure fungiere. Seit Jahrzehnten leiste DITIB nicht nur im religiösen Bereich, sondern auch in Integration, Bildung, sozialen Projekten und interkulturellem Dialog wertvolle Beiträge.

Beitrag der Evangelischen Kirche

Auch Dr. Bernhard Seiger, Vertreter des Evangelischen Kirchenverbandes Köln, sprach beim Iftar. Er erklärte, dass Einladungen zu Iftar-Veranstaltungen inzwischen eine schöne Tradition in Deutschland geworden seien und dies zeige, dass nicht nur Muslimen, sondern auch anderen Religionsgemeinschaften Wertschätzung entgegengebracht werde. Er wies darauf hin, dass auch im Christentum das Fasten eine religiöse Praxis sei. Zudem erinnerte er daran, dass der Rat der Religionen in Köln in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert und einen wichtigen Beitrag zu Begegnung, Toleranz und Respekt in der Stadt leistet.

Mit dem von Dr. Adem Kemaneci gesprochenen Gebetsruf (Adhān) wurde das Fasten gebrochen. Das Iftar-Programm, das in einer herzlichen Atmosphäre stattfand, endete mit einem gemeinsamen Bittgebet.

 

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