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2026-04-16 | Nachricht

Abschlussveranstaltung der DITIB-Ausbildung zu islamischen Religionsbeauftragten - Absolventinnen und Absolventen erhalten ihre Idschaza

Köln, 15.04.2026

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung hat der DITIB Bundesverband die dritte Ausbildungsreihe ihrer zweijährigen Imamausbildung erfolgreich beendet. 

Die DITIB setzt ihre Ausbildung qualifizierter religiöser Fachkräfte in Deutschland konsequent fort. Bereits seit 2013 werden erste deutschsprachige Religionsbeauftragte in DITIB-Gemeinden eingesetzt, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Ein bedeutender Meilenstein wurde im Jahr 2020 mit der Einführung der strukturierten Ausbildung zu islamischen Religionsbeauftragten in der Bildungsstätte in Dahlem (Eifel) erreicht. Seitdem konnten in den ersten beiden Ausbildungsjahrgängen 25 (2022) und 28 (2024) Teilnehmende erfolgreich ausgebildet werden. Mit diesem Jahrgang wurden bis heute somit 87 islamische Religionsbeauftragte ausgebildet, darunter 50 Frauen und 37 Männer.

In wenigen Wochen startet bereits der vierte Ausbildungsjahrgang. Mit 41 engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird damit ein weiterer wichtiger Schritt zur nachhaltigen Sicherung qualifizierter religiöser Betreuung in Deutschland gegangen.

Insgesamt 34 (19 W/15 M) Absolventinnen und Absolventen erhielten im Rahmen der gestrigen Veranstaltung ihre Idschaza. 

Die Veranstaltung begann mit einer Koran-Rezitation. Bei seiner Begrüßungsreden richtete der DITIB-Bundesvorsitzende Ramazan Ilıkkan wegweisende Worte an die Absolventinnen und Absolventen der DITIB-Imamausbildung:

„Mit dem Abschluss der dritten Ausbildungsreihe seit 2020 in Dahlem setzen wir ein starkes Zeichen für die nachhaltige Verankerung qualifizierter religiöser Bildung in Deutschland. Als größte islamische Religionsgemeinschaft tragen wir dabei eine besondere Verantwortung, unser religiöses Personal professionell und zeitgemäß auszubilden – ein Weg, den wir mit bereits 87 Absolventinnen und Absolventen und einem kommenden vierten Jahrgang konsequent weitergehen.

Diese Ausbildung ist mehr als nur ein Bildungsangebot – sie ist eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinden. Gerade in einer sich wandelnden und vielfältigen Gesellschaft braucht es gut ausgebildete religiöse Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.“ 

Mit Blick auf die religiöse Vorbildfunktion der Religionsbeauftragten führte Ilıkkan weiter aus:

„Der Prophet (Friede und Segen sei mit ihm) ist unser größtes Vorbild. Er war der erste Imam. Bis zu seinem Tod hat er jedes Gebet selbst geleitet. Er hat sehr viel Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen gelegt. Ich hoffe, dass Ihr in eurer Arbeit den Menschen auch mit diesen Tugenden begegnet.“

Ilıkkan gratulierte zudem allen Absolventinnen und Absolventen und bedankte sich insbesondere bei den Eltern für Ihren besonderen Einsatz und ihre Geduld während  dieses langen und beschwerlichen Bildungswegs.

Ein besonderer Programmpunkt war der spirituelle Gesang der Absolventen, welcher der Veranstaltung eine feierliche und emotionale Atmosphäre verlieh.

Den Abschluss bildete die feierliche Übergabe der Idschaza an die Absolventinnen und Absolventen sowie ein gemeinsames abschließendes Bittgebet.

Impressionen: