
2026-05-26 | Nachricht
In der sächsischen Stadt Chemnitz wurde die zur DİTİB gehörende Fatih-Moschee im Rahmen einer feierlichen Zeremonie offiziell für den Gottesdienst eröffnet. An der Eröffnungsfeier am Freitag, dem 22. Mai 2026, nahmen zahlreiche offizielle Vertreter sowie Hunderte geladene Gäste teil. In den Eröffnungsreden wurde betont, dass die Moschee nicht nur ein Ort des Gebets, sondern zugleich ein Zentrum für Bildung und gesellschaftliches Miteinander sei.
Programm mit großer Beteiligung
An der Eröffnungsfeier der Fatih-Moschee nahmen unter anderem der türkische Generalkonsul in Berlin İlker Okan Şanlı, der DİTİB-Bundesvorsitzende Ramazan Ilıkkan, der stellvertretende Berliner Religionsattaché Muhammed Baki Tuncel, der Vorsitzende des Berliner DİTİB-Landesverbandes Barış Güngörmüş, die Integrations- und Migrationsbeauftragte der Stadt Chemnitz Etelka Kobuß sowie die Vorsitzende des Chemnitzer DİTİB-Fatih-Moschee-Vereins Sultan Bulut teil. Ebenfalls anwesend waren lokale Verantwortliche, Vertreter von Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, Vorsitzende und Vorstandsmitglieder umliegender DİTİB-Vereine sowie deutsche und türkische Gäste aus Chemnitz.
Durch das Programm führte Taha Yasin Çakır. Die Eröffnung begann mit einer Koranrezitation, vorgetragen von Tamer Alat, dem Religionsbeauftragten der Berliner DİTİB-Şehitlik-Moschee.
Vertreter der Fatih-Moschee betonen den Zusammenhalt
Die Vereinsvorsitzende Sultan Bulut dankte in ihrer Ansprache dem Vorstand, der Frauengruppe, den Jugendlichen, den freiwilligen Helfern sowie allen Gemeindemitgliedern, die das Projekt ideell und materiell unterstützt haben. „Wir verstehen diesen Ort nicht nur als Moschee, in der gebetet wird, sondern als einen sicheren, nützlichen und hochwertigen sozialen Treffpunkt für unsere Kinder, Jugendlichen, Frauen, Familien und unterschiedliche Teile der Gesellschaft“, sagte sie.
Bedeutungsvolle Botschaft der Stadtverwaltung
Die Integrations- und Migrationsbeauftragte der Stadt Chemnitz, Etelka Kobuß, hob in ihrer Rede die Bedeutung des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Religionen und Kulturen hervor. „Kommunale Verwaltungen müssen stärker mit Moscheegemeinden ebenso wie mit anderen Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten. Davon bin ich überzeugt“, erklärte Kobuß und betonte den Beitrag solcher Projekte zum gesellschaftlichen Frieden.
Nicht nur religiöse Bildung, sondern auch Erziehung zu Moral, Barmherzigkeit und Liebe ist wichtig
Der stellvertretende Berliner Religionsattaché Muhammed Baki Tuncel erinnerte in seiner Ansprache an einen Ausspruch des Propheten Mohammed: „Das schönste Vermächtnis, das Eltern ihren Kindern hinterlassen können, ist ein guter Charakter.“ Mit Blick auf die jüngsten Gewalttaten an Schulen erklärte er, wie wichtig die Kinder-Moschee-Klassen und Wochenendprogramme seien.
„Nicht nur der Koranunterricht, sondern auch Wertevermittlung, moralische Bildung, Barmherzigkeit und Liebe müssen schon in jungen Jahren in die Herzen unserer Kinder gepflanzt werden“, sagte Tuncel.
DİTİB-Vorsitzender Ilıkkan: Moscheen sind Häuser der Liebe, des Friedens und der sozialen Solidarität
Der DİTİB-Bundesvorsitzende Ramazan Ilıkkan erklärte, die Eröffnung der Chemnitzer Fatih-Moschee sei ein Anlass großer Freude. Er betonte, dass DİTİB mittlerweile in Deutschland 864 Moscheen betreibe und inzwischen auch Kindergärten in Moscheegemeinden eröffnet würden.
„Moscheen sind Häuser der Liebe, des Friedens und der sozialen Solidarität. Je mehr wir einander unterstützen und lieben, desto reichlicher wird Gottes Barmherzigkeit auf uns herabkommen“, sagte Ilıkkan.
Er dankte allen Beteiligten – von der Stadtverwaltung über den Vereinsvorstand und die Gemeindemitglieder bis hin zu freiwilligen Helfern und großzügigen Spendern –, die zur Fertigstellung der Moschee beigetragen haben. Anschließend überreichte er Sultan Bulut eine Dankesplakette.
Generalkonsul Şanlı: Zivilgesellschaftliche Organisationen haben große Bedeutung
Der türkische Generalkonsul in Berlin, İlker Okan Şanlı, äußerte seine Freude über die Teilnahme an der Feier. „Auch wenn die Entfernungen manchmal groß sind, bleiben unsere Herzen stets verbunden. Ich bin sehr stolz, heute vor diesem Gotteshaus zu stehen“, sagte er.
Er hob die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Organisationen hervor und erklärte, dass Einrichtungen wie DİTİB dort wichtige Aufgaben übernähmen, wo staatliche Institutionen nicht alle Bedürfnisse der Bürger abdecken könnten – von religiöser Bildung über die Vermittlung der türkischen Sprache bis hin zur Bewahrung kultureller Traditionen.
Feierliche Eröffnung mit buntem Rahmenprogramm
Nach den Ansprachen wurde das Eröffnungsband der Fatih-Moschee unter Gebeten durchschnitten. Im Anschluss an das Freitagsgebet wurde das Programm durch religiöse Gesänge der Kinder sowie Folkloreaufführungen bereichert.
Die Veranstaltung endete mit einem Rundgang der Gäste durch die Moschee und einem gemeinsamen Imbiss.









