
:﷽
يَٓا اَيُّهَا الَّذِينَ اٰمَنُٓوا اِنَّمَا الْخَمْرُ وَالْمَيْسِرُ وَالْاَنْصَابُ وَالْاَزْلَامُ رِجْسٌ مِنْ عَمَلِ الشَّيْطَانِ فَاجْتَنِبُوهُ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ
:وَقَالَ رَسُولُ اللّٰهِ صَلَّي اللّٰهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ
أَعُوذُ بِاللَّهِ وَقُدْرَتِهِ مِنْ شَرِّ مَا أَجِدُ وَأُحَاذِرُ
Gefahren, die unsere Jugendlichen bedrohen
(26.06.2026)
Liebe Geschwister! Werte Gläubige!
Allah hat dem Menschen einen hohen Wert verliehen und ihn aufgefordert, seine körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu bewahren. In diesem Zusammenhang hat Er Drogen, Alkohol, Glücksspiel und andere Suchtmittel verboten, die unserer Gesellschaft und unserer Zukunft schaden, den Menschen vernichten und ihn entwerten. Allah spricht: „Gläubige! Der Wein, das Glücksspiel, die Opfersteine und die Pfeile sind ein Gräuel von Satans Werk. So meidet sie, damit es euch wohlergeht.“1 Damit erinnert Er uns daran, Abstand von allem zu nehmen, was uns materiellen und spirituellen Schaden zufügen kann.
Verehrte Muslime!
Drogen und Suchtmittel sind eine gewaltige Plage. Sie rauben dem Menschen den Verstand, die Willenskraft sowie die Gesundheit. Sie trennen ihn von seiner Familie, seiner Bildung und der Gesellschaft. Dieser verhängnisvolle Weg, der oft mit den Verlockungen des Satans und den Fallen eines falschen Freundeskreises beginnt, verdunkelt die Zukunft vieler junger Menschen, stürzt Familien in tiefen Schmerz und zerstört den gesellschaftlichen Frieden.
Besonders Jugendliche neigen dazu, auf solche dunklen Abwege zu geraten, wenn sie sich einsam, missverstanden oder allein gelassen fühlen. Lassen Sie uns daher als Eltern ein offenes Ohr für unsere Kinder haben, und uns intensiv um sie kümmern. Sollten unsere Kinder – möge Allah sie davor bewahren – bereits betroffen sein oder in Gefahr stehen, dürfen wir ihnen niemals den Rücken kehren, sondern müssen sie mit allen Mitteln unterstützen.
Geschwister!
Als Gläubige haben wir die Pflicht, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen gegen Gefahren zu ergreifen und auf Allah zu vertrauen. Lassen Sie uns daher – so wie es uns Allah in der Sure an-Nas lehrt2 – vor allen sichtbaren und unsichtbaren Übeln, die versuchen, uns vom richtigen Weg abzuwenden, bei unserem Schöpfer Schutz suchen. Sprechen wir folgendes edle Bittgebet unseres Propheten (s): „Ich suche Zuflucht bei Allah und Seiner Macht vor dem Übel dessen, was ich empfinde und wovor ich mich fürchte.“3
Meine Geschwister!
Suchtverhalten ist oft eine ernsthafte Krankheit, die professionelle Behandlung und Unterstützung erfordert. In solchen Fällen sollte man ohne Verzögerung Fachärzte, Psychologen sowie Beratungs- und Rehabilitationszentren aufsuchen.
Zum Abschluss meiner Predigt möchte ich besonders zu meinen jungen Geschwistern sprechen: Ihr seid die Hoffnung dieser Umma, die Zukunft unserer Gesellschaft. Opfert eure Gesundheit, euren Verstand und eure Zukunft nicht für vergängliche Begierden! Schützt euren von Allah anvertrauten Körper und eure Seele sorgfältig! Gestaltet euer Leben mit Wissen, Weisheit, Gottesdienst (Ibade), Sport und nützlichen Tätigkeiten! Vergesst nicht: Wahre Freiheit bedeutet nicht, den schlechten Gewohnheiten zu verfallen, sondern über das eigene Ego zu herrschen.
Möge Allah uns und unsere Kinder vor allem Übel bewahren und unsere Nachkommenschaft nicht vom ehrenvollen Weg des Islams abbringen. Amin.
Die DITIB-Predigtkommission
Quellen:
1 Koran, Maide, 5/90.
2 Koran, Nas, 114/1-6.
3 Muslim, Selam, 67.