
2026-03-24 | Pressemeldung
Köln, 23.03.2026 – Am gestrigen Sonntag (22.03.2026), wurde in den Räumlichkeiten der Kölner Zentralmoschee die Ausstellung „Moscheeübergriffe - Fast 1000 Angriffe in den 10 letzten 10 Jahren“ eröffnet, welche eine Übersicht von Übergriffen auf Moscheen in Deutschland zeigt und zur gesellschaftlichen Sensibilisierung beitragen soll. Die Ausstellung wurde von der Antidiskriminierungsstelle der DITIB organisiert, die seit über 10 Jahren Moscheeübergriffe dokumentiert und jährlich in einem Bericht veröffentlicht.
In den vergangenen Jahren wurden dabei nahezu 1.000 Übergriffe auf Moscheen registriert. Unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer ist davon auszugehen, dass diese Marke bereits überschritten wurde. Während in der medialen Berichterstattung über Muslime häufig kontroverse Inhalte dominieren, bleiben antimuslimische Straftaten oft weniger sichtbar. Die Ausstellung setzt genau hier an und möchte diese Perspektive stärker in den öffentlichen Fokus rücken.
Anhand von visuellen Materialien dokumentiert die Ausstellung verschiedene Formen von Übergriffen – darunter Brandstiftungen, Drohungen, Sachbeschädigungen und Schmierereien. Darüber hinaus werden auch islamfeindliche, hetzerische und teils bedrohliche Briefe sowie E-Mails gezeigt. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, originale Inhalte, Äußerungen und Karikaturen einzusehen und sich ein eigenes Bild von der Intensität und Wirkung solcher Anfeindungen zu machen.
Ziel der Ausstellung ist es, nicht nur über die Vorfälle zu informieren, sondern auch ein Bewusstsein für die Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinden zu schaffen. Sie lädt dazu ein, sich kritisch mit antimuslimischem Rassismus auseinanderzusetzen und den gesellschaftlichen Dialog zu stärken.
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann künftig auch von anderen Moscheegemeinden, sowie interessierten Institutionen ausgeliehen und in ihren Räumlichkeiten präsentiert werden. Damit soll eine möglichst breite Öffentlichkeit erreicht und das Thema überregional sichtbar gemacht werden.
Ergänzend zur Ausstellung entsteht derzeit eine wissenschaftliche Monographie, die sich mit Moscheeübergriffen der letzten zehn Jahre befasst. Darin werden neben Daten und Statistiken zu Übergriffen unter anderem gesellschaftliche Debatten analysiert und deren Zusammenhang mit konkreten Taten und Übergriffen beleuchtet. Die Veröffentlichung der Monographie ist in Kürze geplant.
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