Freitagspredigt

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Das Vorbild Abrahams (s)
(26.08.2022)

Verehrte Gläubige!
Die Menschheit erlebte während der ganzen Geschichte viele Wissenschaftler, Dichter, Künstler, Literaten, Kommandanten und Staatsoberhäupter. Kommandanten, die während ihres Durchmarschierens mit ihrem Heer ihren Feinden Angst einflößten, passierten diese Welt. Es gab Dichter und Literaten, die mit ihren glitzernden und wirkmächtigen Worten die Menschen faszinierten. Wissenschaftler und Künstler, deren Entdeckungen und Erfindungen Bewunderung erweckten, lebten auf dieser Welt. Jedoch hat keiner von diesen einen Platz wie ein Prophet in der Seelen- und Herzenswelt von den Menschen einnehmen können. Gemessen an Propheten konnte kein Mensch solch ein Anführer von Gutem, Recht und Wahrheit sein wie ein Prophet.
Unter jedem menschlichen und ethischen Wert, den die Menschheit seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergibt, sind Bemühungen von Propheten, die sie mit ihrem Leben bezahlend erarbeitet haben, vorhanden. Aus diesem Grund sind Propheten ethische und menschliche Helden, denen die Menschheit im wahren Sinne des Wortes viel schuldet. So möchte ich am heutigen Tage versuchen, über einen solcher Helden, von Abraham (s), zu ihnen zu sprechen.
Der edle Koran stellt uns Abraham (s) wie folgt vor: ‎„Ihr hattet ein schönes Beispiel an Abraham und den Leuten bei ihm […]“1 „Abraham war eine Gemeinschaft, Allah demütig ‎ergeben und einer, der Anhänger des rechten Glaubens war, und er gehörte nicht zu den Götzendienern.“2

Geehrte Muslime!
Abraham (s) ist ein Prophet, der die Ehre erlangte, Stammvater aller Propheten nach ihm zu sein. Alle Propheten nach ihm hatten Platz im Bittgebet von Abraham (s).  Nach Erbauung der Kaaba mit seinem Sohn hatte er nämlich sein Bittgebet wie folgt formuliert: „Unser Herr! Mache uns dir ergeben und von unserer Nachkommenschaft eine Gemeinde von Muslimen. Und zeige uns unsere Riten und kehre dich zu uns, denn du bist der Vergebende, der Barmherzige.“3 Unser Prophet brachte diese Realität mit seinem folgenden Hadith zum Ausdruck: „Ich bin das Bittgebet meines Urahnen Abraham und die Verheißung meines Bruders Jesus.“4

Werte Gläubige!
Wenn Abraham erwähnt wird, fällt jemandem seine Verbundenheit zu Allah und an die Einheit Allahs (Tauhid) ein. Der Prophet Abraham setzte sich nämlich für seinen Glauben ein. Den falschen und häretischen Glaubensüberzeugungen seines Volkes verfiel er nicht. Er riskierte es sogar, aufgrund seines Einheitsglaubens bei lebendigem Leibe ins Feuer geworfen zu werden.5 Er wurde zum Wegweiser für die ganze Menschheit bezüglich des Glaubens an Allah, Gottesdienst und Loyalität zu Allah
Heutzutage haben wir sehr viele Werte, die uns als Symbole und Wahrzeichen des Islams an Abraham (s) erinnern. Zusammen mit seinem Sohn Ismail (s) baute er die Kaaba erneut auf. Den mit Weisheiten gefüllten Gottesdienst der Hadsch zeigte er der Menschheit vor. Der Gottesdienst des Opferns als unsere Suche der Nähe zu Allah wird mit ihm identifiziert. Seine Geduld und Standhaftigkeit, seine Dankbarkeit und seine Freigiebigkeit sind jeweils großes Vorbild für uns. Seine Bittgebete sind vorbildhafte Beispiele für uns. Diese befinden sich in unserem edlen Buch und jedes einzelne Bittgebet davon ist jeweils eine Wiederspiegelung des Bewusstseins von einem Gottesdiener. 
Kommen sie und lassen sie uns versuchen, uns das Bewusstsein der Einheit, Einheitsverständnis und Bewusstsein der Dienerschaft anzueignen wie ihn Abraham (s) hatte. Lassen sie uns versuchen, uns Aufrichtigkeit, Loyalität und Hingabe wie Abraham (s) anzueignen.
Ich möchte meine Freitagspredigt mit den folgenden schönen Bittgebeten, die sich im edlen Koran befinden: “Unser Herr! Mache uns beide dir ergeben und unsere Nachkommenschaft eine Gemeinde von Ergebenen.”6
“Unser Herr, auf dich vertrauen wir, und zu dir kehren wir reuig um, und zu dir ist die Rückkehr. Unser Herr, mache uns nicht zu einer Versuchung für die Ungläubigen [...].”7
“Mein Herr, mache, dass ich und meine Nachkommenschaft das Gebet einhalten. Unser Herr, und nimm meine Bittgebete an. Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Gläubigen am Tag der Rechenschaft.“8

Amin.

Die DITIB-Predigtkommission

 

[1] Mümtehine, 60/4.
[2] Nahl, 16/120.
[3] Bakara, 2/128.
[4] İbn Hanbel, IV, 127; Hâkim, el-Müstedrek, 2/656.
[5] Enbiyâ, 29/69.
[6] Bakara, 2/128.
[7] Mümtehine, 60/4-5.
[8] İbrâhim, 14/40-41.

2022-08-26    


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