Freitagspredigt

PDF-Dosyası Freitagspredigt(PDF)


Die größte Gabe: der Glaube
(07.01.2022)

Verehrte Muslime!

Unser erhabener Schöpfer sandte den Menschen bezüglich eines Zwecks auf die Welt. Allah stattete den Menschen mit unzähligen Gaben aus. Im erhabenen Koran wird folgendes zum Ausdruck gebracht: Wenn wir versuchen, alle Gaben Allahs aufzuzählen, würden wir dies nicht schaffen.1 Innerhalb dieser Gaben ist unsere erreichbare größte Gabe zweifellos die Gabe des Glaubens.

Der Glaube ist die herzliche Überzeugung dass, alles was unser Prophet (s) von unserem Schöpfer Allah gebracht hat, richtig ist; und dass diese Überzeugung mit der Zunge auch zum Ausdruck zu bringen. Es ist die Erkenntnis, dass wir von Allah kommen und unsere Rückkehr lediglich zu Allah sein wird. In der als Gabrielüberlieferung (Hadis von Dschibril) bekannten berühmten Überlieferung antwortet unser Prophet auf die Frage, “Was ist der Glaube?”, auf folgende Weise: “Glaube ist, dass Du an Allah, an seine Engel, an seine Bücher, an seine Propheten, an den Jüngsten Tag und an das Schicksal mit seinem Guten und Bösen glaubst.”2

Verehrte Muslime!

Jeder Gläubige, der mit dieser Gabe beehrte wurde, ist verantwortlich, seinen Glauben in seinem Leben wiederzuspiegeln. Unser Leben auf Grundlage der Werte, von denen wir überzeugt sind und an die wir glauben, zu gestalten, ist schließlich das einzige Maß, sowohl gläubig zu sein als auch als gläubig bleiben zu können. Außerdem dürfen wir folgendes nicht vergessen: In dem Maß, in dem wir unseren Glauben in unserem Leben wiederspiegeln, werden wir das Wohlwollen Allahs erlangen können. Unseren Schöpfungszweck und die Bedeutung des Lebens begreifen wir mit dem Glauben. Mit dem Glauben erlangen wir das Geheimnis des diesseitigen Glücks und der jenseitigen Errettung.

Werte Gläubige!

Der Gläubige, der seinen Glauben in seinem Leben wiederspiegelt, ähnelt einer Honigbiene.3 Er ißt reine Dinge und produziert schöne Dinge. Der Gläubige ähnelt einer grünen Weizenähre.4 Auch wenn sich sein Rücken aufgrund der konfrontierten Probleme bücken sollte, weiß er – inspiriert und bestärkt von seinem Glauben – sich wieder aufzurichten. Der Gläubige ähnelt einer Person, der schöne Düfte verkauft.5 Er strahlt ständig schöne Düfte im Umfeld aus. Der Gläubige ähnelt einem Goldstück.6 Wo immer dieser sich befinden möge, verliert er nichts an seinem Wert. Schließlich ähnelt der Gläubige einem Dattelbaum, der im Sommer wie auch im Winter Früchte trägt.7 Die Existenz des Gläubigen ist für alle Geschöpfe, lebendigen Wesen wie auch leblosen Existenzen, lediglich eine Quelle des Segens. Egal, was seine Religion, Sprache, Hautfarbe oder Ethnie sein mag,  erfreuen sich alle Menschen aufgrund der Existenz des Gläubigen. Schließlich geht kein Schaden vom Gläubigen gegenüber irgendeiner Person aus. Der Gläubige lässt sich so definieren, wie es unser Prophet zum Ausdruck brachte: “Der Gläubige ist eine Person, bei dem sich die Menschen aus Sicht ihrer eigenen Existenz und ihres Eigentums sicher fühlen.”8

Geehrte Muslime!

Unser Schöpfer sagt im edlen Koran folgendes: “Die Gläubigen, seien es Männer oder Frauen, die gute Werke verrichten, lassen wir auf Erden gut leben und gewähren ihnen im Jenseits den ihnen gebührenden Lohn, der ihre guten Werke mehrfach vergilt.”9 Dieser Vers verheißt, dass der Glaube und die Umsetzung von den Erfordernissen des Glaubens die Person zum Wohl im Diesseits und zum Paradies im Jenseits führen wird.

Kommen sie und lassen sie uns unserem Schöpfer herzlich gehorchen. Lassen sie uns sämtliche Glaubensgrundlagen herzlich akzeptieren. Lassen sie uns unsere Gottesdienste aufrichtig und inständig durchführen. Lassen sie uns keinesfalls Zugeständnisse machen und vom edlen und schönen Charakter abweichen.

Die DITIB-Predigtkommission

 

1 Koran, Ibrahim, 14/37.                                              
2 al-Muslim, Iman, 1.  
3 Ibn Hanbel, II, 199.    
4 al-Bukhari, Tauhid, 31. 
5 at-Tabarani, al-Mu’dschamu’l-Kabir, XII, 319. 
6 Ibn Hanbel, II, 199.    
7 Bukhari, Adab, 89.  
8 at-Tirmidhi, Iman, 12.
9 Koran, an-Nahl, 16/97.

2022-01-07    


Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden.

Archiv 2007-2008  | 2009-2010