Festtagspredigt

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Opferfest
(20.07.2021)

 

Meine verehrten Geschwister, geehrte Muslime! Schöne Menschen, deren Gesicht mit dem Licht des Islams erleuchtet sind!

Herzlich willkommen ins Haus Allahs!

 “O Allah! Diese dargebrachten Opfer sind für Dich und für Dein Wohlwollen. Nimm das Opfer von mir, meiner Familie und meiner Gemeinschaft (Umma) an.”1 Wir erleben gemeinsam diesen segensreichen und besonderen Zeitabschnitt. Wir schließen uns diesem Bittgebet unseres Propheten mit “Amin, Amin” an. Allah schenkte uns seine göttlichen Gaben um uns seine Nähe aufzuzeigen. Daher erneuern wir unser Bewusstsein, indem wir Allah, unseren erhabenen Schöpfer, loben und Allah mit den Takbirat (“Allahu akbar”) preisen.

Wir loben und preisen unseren erhabenen Allah dafür, dass unsere Herzen und Seelen vereint wurden. Wir loben Allah, der uns mit Gefühlen der Einheit, Eintracht und Geschwisterlichkeit zusammengebracht hat. Wir preisen Allah, der uns diesen mit Segen und Barmherzigkeit erfüllten Morgen des Opferfestes erreichen lassen hat.

Unendliche Segenswünsche und Grüße seien auf unseren Propheten Muhammed Mustafa (s). Er hinterließ uns dieses Fest. Die Loyalität und Hingabe der beiden wichtigen Propheten dieses Tages – Abraham und Ismail – machte er zu einem universalen Fest für uns.

Meine werten Geschwister!

Opfern ist ein großer Gottesdienst, der sowohl aus Sicht unseres sozialen als auch spirituellen Lebens tiefe und weisen Bedeutungen beinhaltet. Allen voran bedeutet das Opfern Loyalität und Hingabe. Es ist das herausragendste Zeichen dafür, dass wir uns mit unserer ganzen Existenz dem erhabenen Allah widmen. Im edlen Koran wird eigentlich zum Ausdruck gebracht, dass das Opfern Anlass für die Verehrung Allahs und Zeichen des Dankes an Allah ist: “Niemals erreicht ihr Fleisch und ihr Blut Allah, jedoch erreicht Ihn eure Frömmigkeit. Also hat er sie euch dienstbar gemacht, damit ihr Allah dafür preist, dass Er euch leitete; und verkündige den Rechtschaffenen Freude.”2

Meine Geschwister!

Opfern bedeutet gleichzeitig, zu erkennen, dass unsere Annäherung zu seinen Dienern Anlass für unsere Annäherung zu Allah sein wird. Opfern bedeutet zu fühlen, dass lediglich diejenigen Dinge, die wir mit anderen teilen, wahrhaft uns gehören und unser reales Vermögen nur aus denjenigen Dingen besteht, die wir spenden.

Opfern bedeutet, gekränkte und bedürftige Herzen zu erfreuen und sich an sie zu erinnern. Opfern bedeutet, die uns von Allah geschenkten Gaben mit den bedürftigen Personen und mit geschwisterlichen Gefühlen zu teilen.

Seit Jahren errichten wir Brücken mit unserem Aufruf zum Guten unter dem Motto: “Teile deine Opfergabe, nähere dich deinen Geschwistern!”. Diese Brücken errichten eine herzliche Brücke zwischen unseren Geschwistern, die Sehnsucht nach einem Sättegefühl haben und den Menschen mit freimütigen Herzen. Wir sind überzeugt, dass jede einzelne gespendete Opfergabe separat als tausende in den betrübten Herzen aufgehende Bittgebete zurück zu uns finden wird.

Werte Gläubige!

Feste sind Tage, worin das Glück und die Freude ausgiebig ausgekostet werden. Lassen sie uns diesen Tag nicht zu einem gewöhnlichen Ferientag verkommen, worin wir uns selbst der  Einsamkeit aussetzen. Lassen sie uns unsere menschlichen und islamischen Werte nicht den vergänglichen Werten der modernen Welt aufopfern. Lassen sie uns dafür bemühen, unsere Festtagsfreude bei unseren Nächsten zu beginnen und auf die ganze Gesellschaft auszuweiten. Lassen sie uns Groll, Kränkungen, Hass und Wut als größte Last unserer Herzen zur Seite legen und den Weg der Vergebung und Verzeihung bevorzugen. Lassen sie uns Anlass sein zum Lächeln in den Gesichtern unserer Geschwister und in den Bittgebeten in den Lippen von Menschen, die keine Festtagsfreude erleben können.

Aus diesem Anlass gratuliere ich zu ihrem Opferfest. Ich wünsche vom erhabenen Allah, dass unser Fest zu reichlich Gutem und Schönem für uns alle sein möge.

 

Die DITIB-Predigtkommission

 

1 Ibn Mdscha, Adahi, 1.                                                                           
2 Koran, al-Hadsch, 22/37.

 

 

2021-07-20    


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