Freitagspredigt

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Arbeitende sind geliebte Diener Allahs
(30.04.2021)

 

Verehrte Muslime!

Der erhabene Allah hat den Menschen auf schönster Weise geschaffen. Allah hat den Menschen zum  erhabensten der Geschöpfe gemacht. Allah schenkte dem Menschen unzählige Gaben. Jedoch hat Allah den Einsatz dieser Gaben vom Fleiß und von der Bemühung des Menschen abhängig gemacht. Schließlich gebietet der erhabene Allah im edlen Koran: “Und dass der Mensch nur bekommen wird, wonach er sich bemüht hat, und dass der Mensch nur bekommen wird, wonach er sich bemüht hat.“1 Der Prophet (s) bringt diese Realität in einem seiner Hadise wie folgt zum Ausdruck: “Niemand aß etwas besseres als das, was er mit seiner eigenen Handarbeit verdiente. Auch Davud, Gesandter Allahs (s), aß aus dem Verdienst seiner eigenen Handarbeit.”2

Werte Gläubige!

Das Leben zwingt den Menschen, sich für seinen Lebensunterhalt einzusetzen. Auch wenn der erhabene Allah uns den Unterhalt schenkt, obliegt es dem Menschen, sich dafür einzusetzen, zu arbeiten und sich zu bemühen. Auch wenn es für den Verdienst des Lebens im Jenseits sein mag, ist es in unserer Religion verboten, sich der Arbeit zu entziehen; sich völlig aus dem weltlichen Leben zurückzuziehen und ein ganzes Leben lang wie ein Mönch zu leben. Nach dem Islam sind die Arbeit, der erlaubte Verdienst und der Schweiß des Angesichts gesegnet und heilig. Der Muslim sollte einerseits seinen irdischen Lebensunterhalt verdienen und andererseits auch Vorbereitungen für sein jenseitiges Leben treffen. Es fällt besonders auf, dass sich alle Propheten mit einer Arbeit und einem Handwerk beschäftigt haben und damit berühmt wurden. Aus diesem Grund versuchen rechtschaffene und ehrfürchtige Gläubige, der Verheißung des Propheten gerecht zu werden. Daher machen sie sich die Arbeit zum Prinzip ohne müde zu werden: „Diejenigen, die ihren Verdienst durch eigene Arbeit verdienen, sind liebe Diener Allahs.“

Geschätzte Muslime!

Ich beende meine Predigt mit einer Konversation zwischen dem Propheten (s) und seinen Gefährten. Darin wird der Wert der Arbeit wie folgt zum Ausdruck gebracht: „Während der Prophet und seine Gefährten eines Tages zusammensaßen, sahen sie einen zur Arbeit gehenden starken und imponierenden Mann. Manche Gefährten waren verwundert über seinen leidenschaftlichen Willen zu arbeiten. Sie brachten ihren Wunsch zum Ausdruck und sagten dem Propheten: „O Gesandter Allahs! Hätte dieser Mann seine Kraft lieber auf dem Wege Allahs eingesetzt, anstatt zu arbeiten und sich abzumühen.“ Daraufhin sagte der Gesandte Allahs: „Nein! Das ist ein falscher Gedanke. Wenn dieser Mann für den Unterhalt seiner Kinder und Familie arbeitet, ist er auf dem Wege Allahs. Wenn dieser Mann arbeitet um den Bedarf seiner alten Eltern zu decken, ist er wiederum auf dem Wege Allahs. Wenn er für seine eigene Ehre und Würde arbeitet, ist er wiederum auf dem Wege Allahs. Wenn er jedoch aus Scheinheiligkeit und Angeberei arbeiten sollte, ist er auf dem Wege des Teufels.“3

 

Die DITIB-Predigtkommission

 

1 Koran, an-Nadschm, 53/39-40. 
2 al-Bukhari, Buyu`, 15.
3 at-Tabarani, al-Mudschamu´l-Awsat, VII, 56.

 

 

2021-04-30    


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