Freitagspredigt

PDF-Dosyası Freitagspredigt (PDF)

 

Islam und Umwelt
(13.09.2019)

 

Meine verehrten Geschwister!

Eines der viel diskutierten Themen in der Weltöffentlichkeit ist die Umwelt. Es werden weltweit Lösungen für das gestörte ökologische Gleichgewicht gesucht. Der Mensch hat sich egoistisch, unachtsam und gleichgültig gegenüber der Umwelt verhalten. Folglich haben die zugefügten Schäden einen besorgniserregenden Zustand erreicht. Der Umwelt wurden sehr schwer revidierbare oder irreversible Schäden zugefügt. Die technologischen Entwicklungen führten auch zur Umweltverschmutzung. Diese Situation hat eine Dimension erreicht, die die Menschheit bedroht. Die Umweltverschmutzung führt zur globalen Erwärmung und zu Klimaänderungen. Daher ist es heutzutage zum wichtigsten Problem der Welt geworden. Der Schaden, der der Umwelt zugefügt wird, führt sogar dazu, dass es die Natur der vom Menschen verbrauchten Nahrungsmittel beeinträchtigt. Diese Situation führt zu neuen Krankheiten und Katastrophen.

Verehrte Gläubige!

Der erhabene Allah teilt uns mit, dass solche Katastrophen durch den Menschen selbstgemacht sind: “Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben, damit Er sie einiges von dem kosten lässt, was sie getan haben, auf dass sie umkehren mögen.”1 Der Mensch hat der Ermahnung kein Gehör geschenkt: “Den Himmel hat Er emporgehoben und das Maß gesetzt, damit ihr das Maß des Gleichgewichts nicht zerstört.”2 Der Mensch hat das Gleichgewicht missachtet. Er hat gegen den Geist der Natur und Umwelt gehandelt. Aus diesem Grund wird der Mensch von Ereignissen und Katastrophen heimgesucht.

Verehrte Gläubige!

Ohne Zweifel gebietet uns der Islam, sensibel gegenüber der Umwelt zu sein. Aus diesem Grund sollte sich jeder Muslim stets über folgendes bewusst sein: Der Islam hat jeden damit beauftragt, die Umwelt zu bewahren. Aufgabe ist, die Umwelt aufzubauen, und gerade nicht der lebendigen oder leblosen Umwelt Schaden zuzufügen.

Unser geliebter Prophet ist zu allen Themen das schönste Vorbild für uns. Hätten wir die Umwelt derart verschmutzen können, wenn wir seinen Empfehlungen Gehör geschenkt hätten?! Oder hätten wir es zulassen können, die Umwelt derart zu verschmutzen?!

Hätten wir den Menschen, den Tieren oder den anderen Lebewesen um uns herum irgendeinen Schaden zufügen können?! Vor allem wenn wir uns seine folgende Ermahnung zum Prinzip gemacht hätten: “Wer anderen nicht bemitleidet, wird selbst nicht bemitleidet.”3

“Wer einen Lotusbaum unnötig abholzt, dem wird Allah seinen Kopf zur Hölle hinauswachsen lassen.”4 “Wenn jemand von euch einen Setzling in der Hand hält und der Jüngste Tag beginnt einzubrechen, soll dieser den Setzling noch einpflanzen bevor der Jüngste Tag vollzogen ist.”5 Wenn wir die Feinheit dieses Hadises erkennen, werden wir folgendes feststellen: Hätten wir dann willkürlich die Pflanzen und Wälder auf maßlose Art und Weise zerstören können?

Der erhabene Allah hat uns diese Gaben geschenkt. Wie können wir - als ganze Menschheitsfamilie - den Wert der Gaben verkennen?! Unsere unterirdischen Schätze werden leichtsinnig und hemmungslos verbraucht. Wie können wir unsere Luft, unsere Erde und unser Wasser verseuchen?!

Meine verehrten Geschwister!

Kommen sie und lassen sie uns als Muslime uns für die uns anvertrauten Güter einsetzen. Kommen sie und lassen sie uns als Muslime uns für die Welt einsetzen. Lassen sie uns jederzeit unsere Umwelt bewahren. Lassen sie uns ein sehr gutes Vorbild für unsere Gesellschaft sein. Lassen sie uns mit unserer Sensibilität für die Umwelt ein Vorbild sein. Wir haben Verantwortung beim Kampf gegen dieses kollektive Problem der Umweltverschmutzung. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir als Muslime Verantwortung hierfür haben.

 

Die DITIB-Predigtkommission

 

1 Koran, ar-Rum, 30/41.     
2 Koran, ar-Rahman, 55/7-8.    
3 al-Bukhari, “Adab” B. 18; al-Muslim, “Fadail” H.Nr: 65.                                                                             
4 Abu Davud, Adab, 158-159/5239.

 

 

2019-09-13    


Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden.

Archiv 2007-2008  | 2009-2010