Freitagspredigt

PDF-Dosyası Freitagspredigt (PDF)


Religion der Einheit (Tauhid)
(02.11.2018)

 

Meine geehrten Geschwister!

Im rezitierten Vers sagt Allah, der Erhabene: „Gewiß, die Religion ist bei Allah der Islam. Doch diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wurden erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war – aus Missgunst untereinander. Doch wer Allahs Zeichen verleugnet –, so ist Allah schnell im Abrechnen.“1

Im zitierten Hadis sagt unser geliebter Prophet Muhammed Mustafa (s) hierzu folgendes: "Wer mit dem Herzen bestätigend bezeugt, dass es keinen anderen Gott außer Allah gibt und dass Muhammed Gesandter Allahs ist, dem verbietet Allah die Hölle."2

Werte Gläubige!

Mit dem ganzen Herzen die Existenz und die Einheit Allahs zu bestätigen und Ihm nichts beizugesellen, wird Tauhid genannt. Alle Propheten wurden gesandt, um den Glauben an die Einheit Allahs (Tauhid) auf der Welt zu verbreiten und herrschend zu machen. Sie haben diesbezüglich harte Auseinandersetzungen erlebt und sie wurden schweren Prüfungen unterzogen.

Auch unser, als letzter Botschafter des Einheitsglaubens (Tauhid), eingesetzter  Prophet hat der ganzen Menschheit die Existenz und Einheit Allahs erneut verkündet. Er hat die Menschen dazu aufgerufen, lediglich Allah zu dienen und sie zu einem menschenwürdigen Leben  eingeladen. Binnen kurzer Zeit hat er die vorher polytheistisch eingestellte Gesellschaft zu einer Gesellschaft formiert, die den Einheitsglauben verinnerlicht hat. Sein in Mekka entfachtes Licht des Einheitsglaubens verbreitete sich mit jedem weiteren Tag. Durch dieses Licht wurde Dunkelheit zu Helligkeit; Ungerechtigkeit zu Gerechtigkeit; Hass und Groll zu Zuneigung und Barmherzigkeit transformiert.

Meine Geschwister!

Tauhid ist nicht nur eine Glaubens- und Denkweise, sondern gleichzeitig eine Lebensweise und Lebensart. Den Einheitsglaubens in unserem individuellen Leben widerzuspiegeln und das Leben seinem Glauben entsprechend zu führen, bedeutet im Bewusstsein gegenüber unserem erhabenen Allah, gegenüber uns selbst, gegenüber unserem Umfeld und gegenüber dem Universum zu leben.

Die Wiederspiegelung des Einheitsglaubens in der Gesellschaft hingegen bedeutet Eintracht (Wahda). Wahda bedeutet  bewusst zusammenzuleben, sich um gemeinsame Werte zusammenzufinden, auf dem Wege Allahs jegliche Eigeninteressen zur Seite zu legen, Hab und Sorgen, Leid und Freude sowie Bittgebete gemeinschaftlich zu tragen und uns mit ganzer Kraft dafür einzusetzen, dass die Einheit der Muslime nicht auseinanderfällt.

Verehrte Geschwister!

Als Gläubige, die an alle Propheten und an die Urform aller Bücher, die durch die Propheten herabgesandt wurden, glauben, bezeugen wir, dass der Islam bei Allah die einzig wahrhaft gültige Religion bis zum jüngsten Tag ist. Die ewige Errettung der ganzen Menschheit, sowie das irdische und jenseitige Glück hängen von den Botschaften des Korans, die uns Leben verleihen, und von der Hingabe an das unvergleichliche Vorbild unseres geliebten Propheten ab. Im edlen Koran wird zum Ausdruck gebracht, dass jeder Gläubige, der das Glaubensbekenntnis vom Herzen aufsagt und mit Gehorsam, Mildtätigkeit und Güte vor Allah tritt, den Segen Allahs erlangen wird und wer aber dagegen handelt, sich selbst  schaden wird: „Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören.“3

Ich beende meine Freitagspredigt mit den folgenden Bittgebeten aus dem edlen Koran: „Unser Herr, lasse unsere Herzen nicht abschweifen, nachdem Du uns rechtgeleitet hast, und schenke uns Erbarmen von Dir aus. Du bist ja der unablässig Schenkende.“4 „Unser Herr, vergib uns unsere Sünden und die Maßlosigkeit in unserer Angelegenheit, festige unsere Füße und hilf uns gegen das ungläubige Volk!“5

Die DITIB-Predigtkommission

 

1  Koran, Al-i Imran, 3/19     
2 al-Bukhari, Ilim, 49                
3 Koran, Al-i Imran, 3/85                           
4 Koran, Al-i Imran, 3/8                   
5 Koran, Al-i Imran 3/147

2018-11-02    


Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden.

Archiv 2007-2008  | 2009-2010