Freitagspredigt

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Das islamische Glaubensbekenntnis Kelime-i Şehadet
(03.08.2018)

 

Liebe Geschwister!

In dem Vers, den ich eingangs vorgetragen habe, sagt unser allmächtiger Gott: „Euer Gott ist Allah der Einzige. Es gibt keinen anderen Gott als Ihn. Er ist barmherzig und gnädig.“[1] 

In einem Hadis unseres Propheten (s) heißt es: „Allah wird denjenigen von der Hölle fernhalten, der aufrichtig bezeugt, dass es keinen Gott außer Allah gibt und Mohammed der Gesandte Gottes ist.“[2] 

Verehrte Gläubige!

Denken Sie an ein Wort; durch welches man Muslim und Gläubige wird. Denken Sie an ein Wort, das uns davor bewahrt, den Menschen zu dienen und uns nur zu Dienern Allahs macht. Denken Sie an einen Satz; der den Sinn unseres Lebens und unserer Schöpfung zum Ausdruck bringt; Dieses Wort ist das Glaubensbekenntnis, Kelime-i Şehadet.

Das Glaubensbekenntnis erleuchtet den Weg des muslimischen Menschen von seiner Geburt bis zu seinem Ableben. Das Glaubensbekenntnis ist ein Abkommen mit unserem Herrn, dass wir während unseres Lebens eine islamische Haltung einnehmen werden. Es ist eine Erklärung des Monotheismus und des Einheitsglaubens, die uns Muslime bei dem gleichen Glauben, den gleichen Gefühlen und den gleichen Idealen zusammenführt. Es lässt uns in eine feste Verbindung treten und der Gemeinschaft unseres Propheten angehören, obwohl unsere Herkunftsländer, Muttersprachen und Ethnien unterschiedlich sind.

Meine Geschwister!

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, wird in sein Ohr der Gebetsruf (Ezan) ausgerufen, der die Worte des Glaubensbekenntnisses beinhaltet. Wenn jemand den islamischen Glauben annehmen will, so wird ihm vor allem das Glaubensbekenntnis beigebracht. Wir wiederholen in Anwesenheit der Sterbenden die Worte des Glaubensbekenntnisses  und hoffen darauf, dass sie es wiederholen. All dies beinhaltet Botschaften darüber, dass das menschliche Leben mit dem Glaubensbekenntnis anfängt und wieder mit ihm sein Ende findet.

Liebe Gläubige!

Das Glaubensbekenntnis basiert auf zwei Grundlagen, die das Wesen des Islam ausmachen. Der erste Teil des Glaubensbekenntnisses bedeutet, dass man nur Allah dienen, den Geschöpfen nicht dienen, und sich keinem anderen als Allah fügen soll.

In dem zweiten Abschnitt des Glaubensbekenntnisses bezeugen wir die Prophetenschaft unseres geliebten Propheten Muhammed (s). Dies bedeutet im engeren: „Gott hat uns geschaffen und nicht uns selbst überlassen. Er hat Gesandten und Bücher gesandt, durch die wir unseren Weg zum seinem Wohlwollen finden. Er kümmert sich um uns, wir sind im wichtig und er hat uns schließlich damit geehrt, der Glaubensgemeinschaft unseres Propheten Muhammed (s) anzugehören.

Liebe Gläubige!

Es sollte nicht vergessen werden, dass das Glaubensbekenntnis eine Einheit bildet. Eine Person, die nur einen Teil von ihm akzeptiert und den anderen ignoriert, gar ablehnt, zählt nicht als Gläubiger[3].  Der aufrichtige und zweifelslose Glaube erfordert, sowohl an Gott/Allah zu glauben, aber auch an den Propheten und an die Offenbarung, den Koran. Dies ist das grundlegendste Prinzip der islamischen Religion, die für immer gültig bleiben wird.

Liebe Geschwister!

Unser allmächtiger Herr, lass uns von denjenigen werden, die dem Sinn des Glaubensbekenntnisses entsprechend leben, seinen Sinn immerwährend vergegenwärtigen und es in ihrem letzten Atemzug aussprechen können.

 

Die DITIB-Predigtkommission

 

[1] Bakara, 2/163
[2] Buhari, İlim, 49
[3] Nisa, 4/150-151; A’raf, 7/158.

 

2018-08-03    


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