Freitagspredigt

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Der Gottesdienst des Opferfestes
(18.08.2017)

 

Es sind nur noch wenige Tage zum Opferfest, ‎das eine besondere Stellung in unserem ‎Glauben und unseren Gottesdiensten hat.‎ Das Opfern ist nach unserer Religion das ‎Schlachten eines Tieres einer bestimmten ‎Gattung auf die entsprechende Art und Weise, das - durch diesen Gottesdienst zu ‎dieser bestimmten Zeit - mit dem Ziel, Allah näher zu ‎kommen, durchgeführt wird. Gleichzeitig ist ‎das Opfer (Kurban) das Symbol der Loyalität ‎Abrahams (s) und der Hingabe Ismaels (s) und ‎bedeutet, sich dem Erhabenen Allah zu nähern ‎und Ihm nahe zu sein.‎

Unsere erhabene Religion, der Islam, hat allen ‎Gläubigen, die finanziell dazu in der Lage ‎sind, geboten, an den Tagen des Opferfestes ‎diese religiöse Pflicht zu erfüllen. In dem am ‎Anfang meiner Freitagspredigt rezitierten edlen ‎Vers sagt Allah, der Erhabene: „Weder ihr ‎Fleisch noch ihr Blut werden Allah erreichen, ‎aber Ihn erreicht die ‎

Frömmigkeit von euch.“1

Unser Prophet (s) sagt in einem Hadis: „An ‎den Tagen des Opferfestes wird der Mensch ‎keine bessere Tat ausführen als zu opfern…“2

Das Opfer bringt uns näher zu Allah, der uns ‎aus dem Nichts erschuf, am Leben hält und ‎uns mit unendlichen Gaben ausstattet. ‎Schließlich haben sich Abraham und Ismail ‎durch das Opfer dem Gebot Allahs hingegeben ‎und unterworfen. Der erhabene Allah hat sie ‎aufgrund dieser aufrichtigen Verbundenheit ‎gelobt und für diese vorbildhafte Handlung ‎belohnt. An jedem Opferfest gedenken somit ‎die Gläubigen dem alten und ehrenhaften ‎Andenken Abrahams und seines Sohnes ‎Ismail, die absolutes Gehorsam und gänzliche ‎Ergebenheit an den Willen des erhabenen ‎Allahs dargelegt haben und zeigen dadurch, ‎dass auch sie bereit sind, in einer ähnlichen ‎Situation ebenfalls ihr Gehorsam darzubieten.‎

Ziel des Opferns ist es, bedürftige Menschen ‎zu erfreuen und sich an sie zu erinnern. Das ‎Ziel ist es, die Gaben, die uns Allah geschenkt ‎hat, durch Geschwisterlichkeit mit den Armen ‎und Bedürftigen zu teilen. Auf der anderen ‎Seite hält das Opfer den Geist der ‎Geschwisterlichkeit, der gegenseitigen Hilfe ‎und der Solidarität lebendig. Es gibt uns die ‎Möglichkeit, einen Beitrag zur sozialen ‎Gerechtigkeit zu leisten und unsere ‎Habseligkeiten mit anderen zu teilen.‎

Im Jahr 2016 wurden ihre Opfergaben im ‎Rahmen der Kampagne „Opfer durch ‎Stellvertretung” in Zusammenarbeit der ‎Türkisch-Islamischen Union (DITIB) mit der ‎Türkischen Diyanet Stiftung an unterdrückte und benachteiligte Menschen auf der ganzen ‎Welt übermittelt. Dadurch wurde versucht, die ‎Aufschreie und Tränen der Menschen in den ‎unterdrückten Regionen zu stoppen. Durch die ‎Verteilung ihrer Opfergaben an arme, ‎bedürftige, unterdrückte, benachteiligte, ‎hungernde und mittellose Personen auf allen ‎sieben Kontinenten wurden ihre Bittgebete für sie ‎erwirkt. Die Gebete, das Lächeln und die ‎Freuden wurden auch den opfernden ‎Geschwistern weitergegeben.‎

Wie in jedem Jahr wird auch in diesem Jahr ebenfalls die ‎Organisation „Opfer durch Stellvertretung” ‎fortgeführt. Die Opfergabe derjenigen ‎Geschwister, die uns ihr Opfer anvertrauen, ‎wird den bedürftigen und armen Geschwistern ‎allen voran in unserer Heimat und auf der ‎ganzen Welt als ein Festtagsgeschenk ‎übergeben werden. Für ihre Unterstützung auf ‎unserem Wege das Gute auf der Welt ‎herrschend zu machen, bedanken wir uns als ‎Türkisch-Islamische Union (DITIB) und ‎Türkische Diyanet Stiftung bei ihnen herzlich. ‎Ich hoffe von Allah, dem Erhabenen, dass das ‎nahende Opferfest allen voran unserer ‎Gemeinschaft, unserem Heimatland und der ‎ganzen islamischen Welt Frieden und Wohl ‎bringen möge.‎

 

Die DITIB-Predigtkomission

 

1 Koran, al-Hadsch 22/37                                                
2 at-Tirmidhi, Adahi, 1‎

 

2017-08-18    


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